Beim Betreten der Gedenkstätte trat ich in eine andere Welt ein. In eine kalte Welt mit einer nicht zu beschreibenden Atmosphäre, gezeichnet von der grässlichen Geschichte. Bei der Führung über die Gedenkstätte hat mich meine Kamera begleitet. Abgesehen vom künstlerischen Anspruch an meinen Bildern, wollte ich nicht einfach nur „Erinnerungsbilder“ machen. Mir lag es am Herzen, die Atmosphäre mit meinen Bildern einzufangen. So dass du als Betrachter diese annähernd empfinden kannst.

Alle Bilder sind in Schwarz/Weiß. Schon während der Führung entschied ich mich dazu, keine Farben in den Bildern zu nutzen, da sie von der Szenerie ablenken.

An unserem Exkursionstag hatten wir einen wunderschönen Herbsttag erwischt. Die aufgehende Sonne sorgte dafür, dass bei unserer Ankunft die Gedenkstätte in Nebel gehüllt war, die Bäume trugen nur noch vereinzelt Blätter und der Großteil lag auf dem Boden. Im Verlauf des Tages schien die Sonne mit immer goldener werdenden Licht und es bot sich uns ein grotesker Herbsttag; denn wir waren in Auschwitz. Die Grausamkeit der Geschichte ist allgegenwärtig.

Die Bilderserie zeigt Motive, an denen mein Blick hängengeblieben ist. Du seihst Auschwitz beim Betrachten der Bilder mit  meinen Augen.

http://www.eichenschule.de/index.php/Krakau-2015.html 

- Till Petersen, 12. November 2015

Till Petersen Auschwitz